Protest gegen Ölförderung in der Arktis

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Gemeinsam für den Schutz der Arktis“ – unter diesem Motto sammelte Greenpeace Freiburg vergangenen Samstag, den 23. Juli, Unterschriften für die Rettung dieser einzigartigen Region. Die Aktion war Teil des weltweiten Gruppenaktionstages. Dabei riefen rund 2000 ehrenamtliche Greenpeace-Aktivisten in 200 Städten und 20 Ländern die Menschen dazu auf, sich für den Schutz der Arktis einzusetzen. Deutschlandweit wurden an diesem Tag über 10.000 Arktisschützer gesammelt. Diese und die 119 in Freiburg gesammelten Unterschriften, wurden zunächst in einer symbolischen, ca. 80 cm hohen Zeitkapsel platziert.

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Nun werden sie mit zusammen mit den anderen Unterschriften der weltweit ersten Millionen Arktisschützer in einer speziellen Kapsel im kommenden Jahr am Nordpol versenkt - als Mahnung, dass die Arktis Erbe der Menschheit ist und nicht dem Interesse einiger Großkonzerne geopfert werden darf. Langfristiges Ziel ist es, über eine UN Resolution in der hohen Arktis ein Schutzgebiet zu etablieren. Unter den Arktisschützern, die bereits unterschrieben haben, befinden sich so prominente Namen wie Paul McCartney, Penelope Cruz, Robert Redford, Peter Fox und viele mehr.

 

Ölbohrungen von Shell und Gazprom bedrohen die Arktis

 

Shell und Gazprom setzen mit ihren Ölbohrplänen das Überleben der Arktis aufs Spiel. Wenn die Pläne dieser Konzerne nicht gestoppt werden, wird eine der letzten unberührten Regionen dieser Erde zu einem Tummelplatz der Industrie verkommen“ sagt Greenpeace-Freiburg Sprecher Markus Wichmann. Das Ökosystem der Arktis ist eine der durch Ölunfälle verwundbarsten Regionen auf dieser Welt. Experten warnen, dass es bisher keine Methode gibt, einen großen Ölunfall in dieser Region zu beherrschen. Niedrige Temperaturen, Eisbedeckungen und lange Dunkelperioden verlangsamen den natürlichen Abbauprozess des Öls deutlich, das Öl verbleibt damit lange Zeit im Ökosystem. So sind die Folgen des Tankerunglücks der „Exxon Valdez“ vor der Küste von Alaska vor rund 23 Jahren auch heute noch sichtbar.

 

Nirgends ist der Klimawandel so deutlich zu spüren, wie in der Arktis. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte die Arktis in wenigen Jahrzehnten im Sommer eisfrei sein. Ausgerechnet die Ölindustrie, einer der Hauptverursacher dieser Entwicklung, könnte nun von der Entwicklung profitieren und durch das zurückgehende Eis in der Arktis an bisher unerreichbare Bodenschätze gelangen. Experten schätzen, dass in der arktischen Region etwa 90 Milliarden Barrel Öl (ein Barrel=159 Liter) lagern. Die Menge könnte den derzeitigen Weltverbrauch für ca. drei Jahre decken.

 

Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, die die Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Der russische Konzern Gazprom hat bereits seit einem Jahr eine Plattform im russischen Teil der Arktis platziert und will in Kürze mit der Öl-Förderung starten. Wenn bei den Bohrungen in diesem Sommer Öl gefunden wird, werden andere Öl-Konzerne mit Milliardeninvestitionen nachziehen und ebenfalls in die Region gehen.


 

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