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Nationalpark Schwarzwald stößt auf reges Interesse in Offenburg

Am Samstag, den 25. August, sind Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Freiburg nach Offenburg gereist, um dort mit einem Infostand auf die Pläne für die Einrichtung eines Nationalparks im Schwarzwald aufmerksam zu machen.

 

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Die Aktion ist auf reges Interesse bei Passanten auf dem Lindenplatz in der Offenburger Innenstadt getroffen. Der Stand war gut besucht und ein Banner auf dem die Gruppe Unterschriften von Offenburgern, die für die Einrichtung eines Nationalparks im Schwarzwald sind, gesammelt hat, war rasch gefüllt. Auf dem Banner war als Symbol für einen naturnahen Schwarzwald, eine Tanne gemalt.


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Zusammen mit Baum-Bannern aus sämtlichen Städten Baden Württembergs, wird am 10. September vor dem Landtag in Stuttgart ein Bannerwald errichtet werden, um zu verdeutlichen, dass ein Nationalpark für Baden-Württemberg viel Unterstützer im Land hat.


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Greenpeace sieht im Schwarzwald ein Suchgebiet für den ersten Nationalpark Baden-Württembergs. Auf einer Fläche, die 10x10 Kilometern entspricht, soll sich die Natur ohne menschliche Einwirkung entwickeln. Nationalparks fördern die Artenvielfalt, da sie ungestörte Lebens- und Rückzugsräume bieten. Wälder, die sich selbst überlassen werden, können sich zudem auf natürliche Weise an den Klimawandel anpassen und erlauben dadurch wichtige Rückschlüsse für eine zukunftsfähige Waldbewirtschaftung. Die Erfahrungen aus anderen Nationalparks, wie dem Bayerischen Wald, lassen zudem wertvolle Impulse für den Tourismus und den regionalen Arbeitsmarkt erwarten.


Mit einem Waldanteil von knapp 40 Prozent trägt Baden-Württemberg große Verantwortung für den Schutz des deutschen Waldes. Die grün-rote Landesregierung hat im Koalitionsvertrag erklärt, dass sie die Einrichtung eines Nationalparks anstrebt. Doch bislang gibt es weder konkrete Maßnahmen noch ein Gesamtkonzept für den Waldschutz, um der nationalen Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung gerecht zu werden. In dieser ist seit 2007 festgelegt, dass Deutschland bis 2020 den Waldschutz verbessern und zehn Prozent seiner Wälder schützen muss. Diese Strategie wurde 2010 von allen Fraktionen des Bundestags noch einmal bestätigt.


Greenpeace fordert neben der Einrichtung eines Nationalparks im Schwarzwald, die übrigen 90 Prozent der Staatswaldflächen naturnah zu bewirtschaften. Dabei sollen die Kriterien des Forest Stewardship Councils (FSC) gelten, der auch unabhängige Kontrollen vorsieht.


Mehr Informationen zum Nationalpark Schwarzwald findet ihr auf http://www.nationalparknordschwarzwald.de und https://pro-nationalpark-schwarzwald.de.

 

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