Der dreckigste Golf muss vom Markt

Zahlreiche Volkswagen-Händler in 40 deutschen Städten haben heute Besuch von Greenpeace-Aktivisten bekommen. Auch die Freiburger VW-Händler Baden-Auto GmbH, Südwest-Auto GmbH und das Volkswagen Zentrum Freiburg Autohaus Gehlert GmbH & Co KG. Greenpeace Freiburg hat die Händler aufgefordert sich beim VW-Konzern in Wolfsburg für mehr Klimaschutz und für Klimaschutztechnik ohne Aufpreis stark zu machen. Dem Protest schlossen sich auch Aktivisten in 26 weiteren europäischen Städten an, unter anderem in London und Paris.

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Vor den Autohäusern haben wir einen Golf mit schwarzer Abdeckung abgestellt auf dem „VW - Das Problem“ geschrieben stand. Wir protestierten damit gegen den Golf 1.4 Benziner, den mit Abstand klimaschädlichsten Golftyp. Während Baden-Auto ein Gespräch abgelehnt hat, war Südwest-Auto für uns offen. Die Geschäftsführung von Autohaus Gehlert hat die Forderungen gut geheißen und zugesagt, diese auch nach Wolfsburg weiter zu geben. Die Händler haben uns heute auch bestätigt, dass die Verbraucher bei den heutigen Benzinpreisen lieber sparsame Autos fahren würden.

Andreas Zwerger von Greenpeace-Freiburg sagt, „Für VW ist Klimaschutz reine Sonderausstattung. Damit verschläft der Konzern die Zeichen der Zeit und wird seiner Verantwortung als Europas größter - und vermutlich bald schon weltgrößter - Autohersteller in keinster Weise gerecht.“ VW hat mit „Blue Motion“ bzw. „Blue Motion-Technology“ zwar relativ wirksame Spritspartechniken entwickelt. Aber der Konzern verlangt dafür einen Aufpreis, der um ein Mehrfaches über den Herstellungskosten liegt. So fahren zurzeit nur sechs Prozent aller verkauften VW mit kompletter Spritspartechnik.

Der dreckigste Golf verbraucht 2,6 Liter mehr als seine klimafreundliche Variante

Beispiel Golf: Der meistverkaufte und billigste Golf verbraucht 6,4 Liter Benzin und kommt auf einen Kohlendioxidausstoß von 149 Gramm je Kilometer. Der Golf mit Spritspartechnik hingegen verbraucht 3,8 Liter Diesel und kommt so auf einen Kohlendioxidausstoß von nur 99 Gramm. Allerdings kostet er ca. 3000 Euro mehr. Folglich steckt auch in der Golf-Reihe nur in wenigen Prozent der verkauften Autos die Spartechnik. Gerade weil VW einer der größten Autohersteller der Welt ist, führt diese Behinderung beim Einsatz der Spritspartechnik zu einer unnötigen und immens großen Klimabelastung durch Kohlendioxid. Greenpeace fordert von VW, den umweltschädlichen Golf 1.4 Benziner schnellstmöglich vom Markt zu nehmen.

Beim Polo verlangt VW für die komplette Klimaschutztechnik zum Beispiel 1500 Euro extra, obwohl die Ausstattung in der Produktion nur wenige hundert Euro kostet. Wir fordern, dass die entwickelte Spritspartechnik ohne Aufpreis in alle Fahrzeuge eingebaut wird. Klimaschutz darf keine Sonderausstattung bleiben.

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