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2012

Freiburger Pyramide gegen Fessenheim

Greenpeace-Aktivisten erinnern an Tschernobyl vor 26 Jahren und warnen vor Fessenheim

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Das Risiko für schwere Unfälle in Atomkraftwerken ist viel höher, als bisher immer angenommen wurde. Ein Super-GAU in Fessenheim wäre nicht nur eine Katastrophe für unsere Region, sondern würde auch die Trinkwasserversorgung von etwa 4,5 Millionen Menschen zerstören, die ihr Wasser über Europas größten Trinkwasserspeicher, den Bodensee, beziehen.


Mit einer Atomfasspyramide und einem Infostand erinnerte die Greenpeace Gruppe Freiburg am Samstag, den 28. April 2011 auf dem Rathausplatz von 10 bis 18 Uhr an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 26 Jahren. Im selben Zug wurde auf die regionale Gefahr, die von dem Atomkraftwerk in Fessenheim und anderen grenznahen Reaktoren ausgeht, hingewiesen.


Ein Störfall wie in Tschernobyl oder Fukushima kann sich auch in einem der grenznahen Reaktoren in der Schweiz und in Frankreich jederzeit ereignen. Eine aktuelle Greenpeace Studie zeigt, dass schwere Unfälle in einem Atomkraftwerk erheblich wahrscheinlicher sind als Atomaufsichten und Wissenschaft bisher annehmen. Die üblichen Wahrscheinlichkeitsanalysen können die Realität nicht vollständig erfassen. Mehrfachausfälle von Sicherheitssystemen und Alterungsvorgänge in einem Atomkraftwerk werden nur unvollkommen berücksichtigt. Doch gerade von Alterungsvorgängen sind viele Atomkraftwerke in der Umgebung besonders betroffen.


In Tschernobyl, 90 Kilometer nördlich der heutigen ukrainischen Hauptstadt Kiew explodierte in der Nacht auf den 26. April 1986 Block 4 des Atomkraftwerks. Die Katastrophe forderte in den Folgejahren Zehntausende Todesopfer, Hunderttausende Kranke und die Vertreibung von über 300.000 Menschen aus ihrer Heimat. Radioaktive Strahlung breitete sich über weite Teile Europas aus und verursachte gesundheitliche Schäden in vielen Ländern.

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