Bürgerentscheid über Neubau des SC-Stadions

Freiburg, 27.01.2015 – Greenpeace Freiburg schließt sich der Kritik am Neubau des SC-Stadions, die der Landesnaturschutzverband bereits am 22.01. in einer Pressemitteilung veröffentlicht hat, an.

Neben finanziellen Aspekten und Risiken sprechen insbesondere klimatische und verkehrskonzeptionelle Argumente gegen einen Neubau. Laut Aussage einer meteorologischen Studie bietet die jetzige Freifläche im Wolfswinkel einen wichtigen Austauschbereich für Luftmassen und dient der Abkühlung des Stadtgebiets an heißen Sommertagen. Neben der Inanspruchnahme von bisher unbebauten Flächen, kämen also möglicherweise noch stadtklimatische Probleme hinzu, die sich nachteilig auf alle Freiburger Bürgerinnen und Bürger auswirken werden. Ebenfalls negativ zu bewerten ist das Verkehrskonzept und die Schaffung von flächig gebauten Parkplätzen. Hier kommt es einerseits zu einer unnötigen Flächenverschwendung, an einem Ort, an dem durch die Messe Freiburg bereits eine Vielzahl an Parkmöglichkeiten besteht. Andererseits würde diese Baumaßnahme die vermehrte Anreise von Fans mit dem PKW fördern. Für eine Stadt wie Freiburg, die sich seit Jahren mit dem Titel „Green-City“ schmückt, gleicht diese Vorgehensweise einer Farce.
Wir empfehlen deshalb allen verantwortungsbewussten Freiburgerinnen und Freiburgern, die nicht nachhaltigen und verschwenderischen Stadionpläne zurückzuweisen und beim Bürgerentscheid mit NEIN zu stimmen!
Wir wissen, dass das Thema SC-Stadion damit nicht von Tisch ist. Für die Zukunft schlagen wir deshalb ein Moratorium für Großprojekte vor: Kein neues SC-Stadion, keinen Stadttunnel und keinen neuen Stadtteil, solange Freiburg die Anforderungen an eine enkeltaugliche Zukunft nicht erfüllt! Noch sind wir davon meilenweit entfernt. Wir müssen Prioritäten setzen: der ökologische Fußabdruck der Freiburger Bürgerinnen und Bürger muss kleiner werden, nicht größer!

Pressemitteilung vom 27.01.2015

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