Energie

Greenpeace Freiburg protestiert zusammen mit dem Aktionsschiff Beluga II vor dem AKW Fessenheim

28 Jahre Tschernobyl

BelugaProtest

Freiburg, 26.4.2014 – Zusammen mit dem Greenpeace Aktionsschiff "Beluga II" prostestierte Greenpeace Freiburg am Rhein vor dem AKW Fessenheim. Am 28. Jahrestag des Super-GAU in Tschernobyl machten Aktivisten an Bord der "Beluga II", sowie auf der Rheininsel vor Frankreichs Uralt-AKW auf das Risiko uralter Atommeiler, wie Fessenheim, aufmerksam. „Die Erinnerung an Tschernobyl führt uns die Katastrophe vor Augen, die ein schwerer Atomunfall verursacht“, so Peter Waldmann, Atomexperte von Greenpeace Freiburg. „Das Risiko wächst mit dem Alter der Atomanlagen. Europa muss die Erneuerbaren Energien rasch ausbauen, um sich sicher und unabhängig mit Energie versorgen zu können.“

Acht Wochen lang wird die „Beluga II“ auf Rhein und Mosel in die Regionen alter AKW in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz fahren. Am 6.Mai wird das Aktionsschiff in Breisach am Rheinanleger (Rheinuferstr. 4) Halt machen. Besucher sind an Bord herzlich willkommen. Von 12 bis 20 Uhr können Sie sich in einer fundierten und zugänglichen Ausstellung über die Risiken durch alternde Atommeiler informieren und am Protest gegen die europäische Energiepolitik teilnehmen.

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 Lage in Tschernobyl weiter ungelöst

„Fukushima und Tschernobyl machen deutlich, dass wir aus dieser gefährlichen Dinosauriertechnologie aussteigen müssen“, sagt Susanne Neubronner, Atomexpertin von Greenpeace Deutschland. Zum 28. Jahrestages der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl veröffentlichte Greenpeace gestern die unübersehbaren Konsequenzen und Folgekosten der Havarie von 1986. Damals explodierte Block vier des ukrainischen Atommeilers. Der radioaktive Fallout verseuchte weite Teile Europas. Der Bau einer neuen Schutzhülle um die havarierte Anlage herum ist bereits zwölf Jahre im Verzug und stockt derzeit wieder wegen der angespannten Situation in der Ukraine. Gleichzeitig wird der provisorische Sarkophag, der die austretende Strahlung zurückhalten soll, immer brüchiger.
Rund 1,5 Milliarden Euro haben die EU und 41 Länder schon bereitgestellt. Die ursprünglich veranschlagten Kosten haben sich verdreifacht und werden weiter steigen. Ungelöst ist noch immer die Bergung der brennstoffhaltigen, hochradioaktiven Massen im Reaktor. Deren Kosten in Milliardenhöhe sind bisher nicht einmal berücksichtigt. Ob der explodierte Reaktor unter den gegebenen technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen jemals in ein ökologisch sicheres System überführt werden kann, ist zweifelhaft.

Spätestens seit dem größt anzunehmenden Unfall („GAU“) in Fukushima haben wir gelernt, dass es wirklich Größe braucht, um der Ernsthaftigkeit dieser Themen gerecht zu werden. Hunderte, wenn nicht tausende von Jahren an Kosten und Konsequenzen der bisherigen nuklearen Katastrophen sollte für verantwortungsvolles Handeln Anlass genug sein.

Die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, sich europaweit für ein ehrgeiziges Ausbauziel für Erneuerbare Energien von 45 Prozent bis zum Jahr 2030 einzusetzen.

Die Studie ist hier zu finden: http://gpurl.de/Vsm1T. Wir, die Greenpeace-Gruppe Freiburg, freuen uns auf Ihren Besuch, Ihre Fragen und Ihre Unterstützung am 6. Mai an Bord der "Beluga II" in Breisach.

 

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