Röttgen: 40 % Erneuerbare ersetzen Atomkraft

"In dem Augenblick, in dem wir 40 Prozent Anteil der erneuerbaren Energien
an der Stromproduktion in Deutschland haben, gibt es keine Notwendigkeit mehr
für Kernenergie" sagte der Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am 5.2.2010 dem Bonner "General Anzeiger". Der Anteil Erneuerbarer Energien in Deutschland liegt Ende 2009 laut Bundesumweltministerium (BMU) bei 15,1 Prozent im gesammten Strommix, wobei Windkraft (6,6%) und Wasserkraft (3,4%) den größten Anteil ausmachen.
.

Röttgen geht von einem Öko-Stromanteil von 30 Prozent im Jahr 2020 aus. Diese Zahl hatte die Bundesregierung bereits in der "Leitstudie 2008 - Ausbaustrategie Erneuerbare Energien vor dem Hintergrund der aktuellen Klimaschutzziele Deutschlands und Europas" genannt.

Noch während der großen Koalition im August 2009 ließ sein Haus aber - vom Zentrum für Luft- und Raumfahrt - ein Langfristszenario erstellen, wonach 2020 bereits 35,2 Prozent erreicht sein können.

Die Greenpeace-Studie "Plan B" aus dem Jahr 2007 siedelte das mögliche Potential der Erneuerbaren Energien im Jahr 2020 bei einem Drittel (33%) der Stromproduktion in Deutschland an.

Der Branchenverband Erneuerbare Energie (BEE) ist weitaus optimistischer.
Laut Verbandspräsident Dietmar Schütz können die Erneuerbaren Energien in Deutschland bereits im Jahr 2020 mit 48 Prozent knapp die Hälfte des gesamten deutschen Strombedarfs decken. Diese Ausbauprognose beruht auf konservativen und fundierten Annahmen hinsichtlich des Stromverbrauchs (Rückgang um nur ca. 3 Prozent), des Ausbaus Erneuerbarer Energien, der Entwicklung des konventionellen Kraftwerkspark und der Netzinfrastruktur. Sie unterstellt, dass die politischen Rahmenbedingungen günstig bleiben und der Vorrang für Erneuerbare Energien nicht angetastet wird.

Joomla templates by a4joomla