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Weltmeister im Sprit-Sparen: Der SmILE

Greenpeace hat bereits 1995 ein herkömmliches Serienauto mit verbesserter Technik vorgestellt, die nur eine einzige Veränderung nach sich zieht: weniger Sprit-Verbrauch gekoppelt mit weniger Kohlendioxid-Ausstoß!

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Grundsätzliches

Der PKW-Verkehr trägt sowohl deutschland- als auch weltweit mit 20 Prozent aller Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid zur Erderwärmung bei. Leider kommt der Klimaschutz in der Autoindustrie immer noch zu kurz: beim Bau neuer Autos zählen in erster Linie große PS-Zahlen, viel Gewicht und hohe Geschwindigkeiten.

Die Alternative heißt SmILE: Small, Intelligent, Light, Efficient. Das SmILE-Prinzip ist eine Technologie für alle Serienautos, vom Kleinwagen bis zur Limousine. Ob Mercedes E-Klasse, VW-Passat oder BMW 5er - mit der SmILE-Technik würden diese Autos rund die Hälfte weniger Sprit verbrauchen!

Im Auftrag von Greenpeace haben Schweizer Techniker ein herkömmliches Serienauto so verbessert, dass es tatsächlich nur noch die Hälfte Sprit verbraucht. Aus einem Twingo Easy der Firma Renault wurde der Twingo SmILE. Sein Kernstück: Ein Zweizylinder-Viertakt-Ottomotor mit ganzen 358 Kubikzentimetern Hubraum, der den serienmäßigen Vierzylinder-Motor ersetzt. Der Motor ist also deutlich kleiner, hocheffizient und leistungsstark: die Verbrennungsluft wird vor dem Eintritt in den Zylinder komprimiert. Zudem ist der gesamte Wagen um 195 kg abgespeckt und die Karosserie noch windschnittiger gestaltet.

Der SmILE verbraucht auf 100 km durchschnittlich 3,3 l Benzin. Auf einer Testfahrt von Hamburg nach Rom war nur eine einzige Tankfüllung von 43 l notwendig. Das Auto beschleunigt trotz seiner mager erscheinenden 55 PS in 14 Sekunden von 0 auf 100 km/h und fährt eine Spitzengeschwindigkeit von 150 km/h - schneller und flotter als der Ausgangs-Twingo!
Ergebnis: → 50 % weniger CO2-Ausstoß
→ 50 % weniger Spritkosten

 

Wie funktioniert das SmILE-Prinzip?

Motor: Er ist kompakt und bringt bei verringertem Hubraum im Normalbetrieb die Leistung, um im Stadtverkehr optimal voranzukommen. Er ist dazu noch spritzig: Beim Beschleunigen oder auf der Autobahn, beim festen Tritt auf das Gaspedal also, zeigt der Motor durch Hochaufladung (Supercharging) seine Stärke. Dann verdichtet er die Luft in den Zylindern und setzt so deutlich mehr Leistung frei.
Leichtbauweise: z.B. bei den Sitzen. Es werden auch keine exotischen Materialien oder Verbundstoffe (wie z.B. teure Titanschrauben) verwendet. All dies macht das Auto leichter und damit spritsparend.
Sicherheit: Modernste Sicherheitsansprüche und alle Sicherheitsbestimmungen werden eingehalten.
Aerodynamik: Durch verbesserte Aerodynamik wird der Luftwiderstand geringer.
Leichtlaufreifen: vermindern den Rollwiderstand.
Kleiner Tank: Durch den geringen Treibstoffverbrauch ist der Tank klein und damit leichter und wiederum spritsparend.

 

Fragen – Antworten

Funktioniert SmILE nur bei Kleinwagen?
Keineswegs. SmILE ist eine Technik für alle Serienautos, vom Kleinwagen bis zur Limousine. Ob Mercedes E-Klasse, VW Passat oder BMW 5er - mit SmILE-Technik würden diese Wagen rund die Hälfte weniger Sprit verbrauchen.

Haben SmILE-Autos gegenüber heutigen Fahrzeugen irgendwelche Nachteile?
Nein. Ein SmILE-Auto ist ein Serienauto mit gleicher Leistung, gleichem Komfort und gleicher Sicherheit wie andere Serienautos - und in der Herstellung keinen Cent teurer.

Wo kann man ein SmILE-Auto kaufen?
Bisher leider noch nirgendwo, denn die Autohersteller weigern sich immer noch, diese Technologie schnell umzusetzen.

Warum baut die Autoindustrie keine SmILE-Autos?
Weil sie mit der jetzigen Situation zufrieden sein kann. Nichts zwang bisher die Autohersteller dazu, wirklich sparsame Autos zu bauen - weder die Geschäftslage noch die Politik noch die Spritpreise. Das hat sich nun geändert.

Wären SmILE-Autos teurer als herkömmliche?
Nein. Denn es werden keine teuren exotischen Materialien verwendet und die technischen Bausteine des SmILE-Prinzips sind nicht neu: sie beruhen allesamt auf vorhandener "normaler" Technik.

Es gibt doch ein 3-Liter-Auto? Den Lupo.
Die Produktion des Lupo wurde konsequenterweise eingestellt, denn erstens verbrauchte er in der Praxis mehr als drei Liter Diesel (!) (Modell: Lupo 3L TDI) und zweitens war er zu teuer für die Verbraucher.

Ist es nicht besser, Autos mit Wasserstoff-Antrieb zu bauen?
Nein. Die Technik der Brennstoffzelle klingt verführerisch, ist aber bei genauerem Hinsehen keine sofort einsetzbare Alternative. Die Autoindustrie selbst sagt, dass Wasserstoffautos frühestens in 15 bis 20 Jahren einen spürbaren Anteil an der Fahrzeugflotte haben könnten. Ein großes Problem ist die Herstellung von Wasserstoff: Selbst wenn er mit regenerativer Energie erzeugt wird, ist der Energieverbrauch extrem hoch und damit auch teuer.
Wasserstoff aus Methanol, wie er zum Beispiel in den heutigen Brennstoff-Prototypen von Daimler verwendet wird, führt zu ähnlich hohen CO2-Emissionen wie bei Benzinautos. Die Autoindustrie hat sich inzwischen eher still und leise von ihren früheren Ankündigungen zum Wasserstoff-Antrieb verabschiedet, das Thema ist ihr eher peinlich.

Und wie ist es mit Hybrid-Autos?
Hybridautos sind zwar gut in der Stadt. Doch da sie zwei Antriebssysteme brauchen, sind sie äußerst schwer. Auf der Autobahn ergeben sich keine Ersparnisse, sondern Normalverbräuche zwischen sieben und acht Litern.

Links:
SmILE-Infobroschüre als pdf
SmILE-Homepage

Greenpeace sammelt Ihre Unterschriften, um sie demjenigen Hersteller zu präsentieren, der das SmILE-Prinzip umsetzt. Mit Ihrer Unterschrift stimmen Sie dieser Weitergabe zu. Das ist natürlich kein Kaufvertrag. Sie teilen den Herstellern dadurch mit, dass Sie in Zukunft nur noch ein Auto mit halbiertem Spritverbrauch und C02-Ausstoß kaufen möchten: Aktiv werden!

 

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